Johari Dance & Johari Design

جوهري الرقص & جوهري التصميم

            Johari Dance

Hallo! Mein Künstlername ist Johari und meine Leidenschaft ist seit 2011 das Bauchtanzen. Die vielfältigen Möglichkeiten Musik in Bewegung sichtbar zu machen faszinieren mich. Bei regelmäßigen Unterricht (Malaica) und Workshop`s (Sadie, USA; Said el Amir, DE; Nabila, AUT; Svenja Habiba, DE; Havva, DE; Sarah Malik, GB/MO) bilde ich mich in verschiedenen Tanzstilen weiter. Das ermöglicht mir mein Repertoire auszubauen und immer mehr in die tiefe des orientalischen Tanzes einzutauchen.

            Johari Design

Johari Design bietet Hüftschmeichler und Tanzröcke für Tänzerinnen an. Diese werden alle von mir selber geschneidert. Einfach Lieblingsfarbe und Hüftumfang bekannt geben. Diese sind nicht nur für Bauchtänzerinnen geeignet, sondern auch im Ballett oder Hip Hop können diese tollen Accessoires getragen werden.


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                        Der orientalische Tanz

In der arabischen Welt wird der Tanz Raqs Sharqi genannt. Aufgrund der wörtlichen Übersetzung „Tanz des Ostens“, ist die deutsche Bezeichnung „Orientalischer Tanz“ korrekt, bezieht sich jedoch nicht auf die Gesamtheit aller orientalischen Folkloretänze des Nahen bis Fernen Ostens, sondern nur auf den ägyptischer Solotanz. Der Orientalische Tanz bezieht sich auf eine Tanzform, die ihren Ursprung in Ägypten hat. Getanzt wird er Frauen als auch von Männern. Seit der Kolonisation Ägyptens und mit zunehmendem technischen Fortschritt und kulturellem Austausch verbreitete sich der Tanz auch im Ausland. Heute ist er in Europa, Australien, Skandinavien, Japan und den USA ebenso zu finden wie in Ägypten.


„Bauchtanz“ ist die umgangssprachliche Bezeichnung vor allem für orientalischen Tanz. Der Begriff „Bauchtanz“ reduziert fälschlich die Vielfalt des orientalischen Tanzes und das Können der Tänzerinnen auf den Bauch, die Hüfte oder das Gesäß. Ebenso wie bei allen Tänzen werden natürlich auch Arme, Beine, Hände, Füße, Schultern und der Kopf bewegt. Dass Bauchtanz in der Vergangenheit als Beischlaf-Animation für Sultane oder als Verführungstrick benutzt wurde, entspringt eher schwülstigen Haremsfantasien und ist eine der vielen Legenden, die sich um den Bauchtanz ranken.


Zur Zeit der Weltausstellung in Chicago (USA) um 1893 zeigte die relativ unbekannte Tänzerin Little Egypt (Bild links) zum ersten Mal orientalische Tänze vor internationalem Publikum. In dieser Zeit des ausgehenden 19. Jahrhunderts war das Zeigen eines entblößten Bauches, ebenso wie das Zeigen eines Fußes oder unbedeckter Hände und Arme, gesellschaftlich sanktioniert. Die Tänze von Little Egypt, die in den USA später in Burlesque-Aufführungen auftrat, waren trotz oder gerade wegen der Zurschaustellung normalerweise bedeckter Körperteile eine Sensation.


Westliche Tänzerinnen nahmen diesen Tanz auf und bereits 1910 tanzte Mary Garden Bauchtanz als Schleiertanz in „Salome“ an der Oper in Chicago. Auch Ruth St. Denis und Catherine Devine verwendeten Bauchtanz-Bewegungen in ihren Choreografien, leider gab es daneben aber auch viele schlechte Nachahmerinnen, sodass der orientalische Tanz bald wieder von seriösen Bühnen verbannt wurde. Erst in den sechziger Jahren eröffneten in Kalifornien die ersten „Belly Dance Studios“, zum Teil von amerikanischen Berufstänzern, die selbst im Orient mit orientalischem Tanz in Berührung gekommen waren. Angehörige arabischer Einwandererfamilien in Amerika nahmen ebenfalls ihre Chance wahr und gründeten orientalische Tanzstudios. Bald verbreitete sich dieser Trend auch in den Osten Amerikas und das „Bauchtanz-Fieber“ erfasste fast alle gesellschaftlichen Schichten.

Danach war es nur eine Frage der Zeit, bis orientalischer Tanz in den siebziger Jahren auch Europa erreichte. In dieser Zeit der Emanzipation entdeckten die Frauen Mut zur Lust und Freude am eigenen Körper und merkten, dass es guttat, Körper, Geist und Seele mit dieser gesunden Bewegungsform anzusprechen und Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Damit war die Basis für den Siegeszug des orientalischen Tanzes auch in der Alten Welt gegeben.


Über den “Umweg” der USA kam der Bauchtanz nun auch nach Deutschland – zu einen durch Ehefrauen amerikanischer Soldaten, die hier stationiert waren, zum anderen durch deutsche Frauen, die in den USA gelebt und gearbeitet hatten und nun zurückkehrten. Frauengesundheitszentren und -bildungsstätten boten die ersten Kurse und Seminare an, erste Tänzerinnen unterrichteten in den großen Städten Deutschlands. Schnelle breitete sich der orientalische Tanz mehr und mehr aus, so dass die die “Bauchtanz-Welle” Mitte der 80er Jahre einen ersten Höhepunkt erreichte.

War die Szene Anfangs noch klein und Zubehör wie Musik und Kostüme nur schwer zu bekommen, änderte sich dies in den 90er Jahren: Die Zahl der Tänzerinnen und Lehrerinnen nahm kontinuierlich zu, erste Studios für orientalischen Tanz wurden eröffnet, die ersten deutschsprachigen Bücher über Bauchtanz kamen auf den Markt und eine Fachzeitschrift für orientalischen Tanz wurde gegründet. Erste Festivals, bei denen die “Stars” der Szene aus dem In- und Ausland unterrichteten, boten die Möglichkeit der Weiterbildung und trugen zur Entwicklung der Szene bei.


Heute ist das Interesse am orientalischen Tanz nahezu ungebrochen. In jeder Stadt gibt es Volkshochschulen und Tanzstudios, die Kurse und Seminare für orientalischen Tanz anbieten, und kaum eine Feier findet statt, auf der nicht eine orientalische Tänzerin auftritt. Daneben gibt es mittlerweile eine Vielzahl verschiedener Veranstaltungen, Festivals, Kongresse, Basare und sogar Fachmessen für orientalischen Tanz in ganz  Europa.